Bestandesaufnahmen (seit 2007)

Bestandesaufnahmen der Tier- und Pflanzenwelt

Verschiedene Tiere und Pflanzen haben auch unterschiedliche Ansprüche. Die Stiftung Frauenwinkel nimmt die nationale Verantwortung für die seltenen Lebewesen war. Für einen sinnvollen Artenschutz muss man wissen, wo was vorkommt.

In den letzten Jahren hat die Stiftung Frauenwinkel oder der Kanton Schwyz verschiedene Bestandesaufnahmen in Auftrag gegeben. So existiert das Wissen, wo welche Vögel, Schmetterlinge, Libellen und Reptilien im Frauenwinkel leben und wo welche seltenen Pflanzenarten wachse. Solche Aufnahmen müssen in regelmässigen Abständen durchgeführt werde, damit abgeschätzt werden kann, wie sich die Qualität des Naturschutzgebiets entwickelt. Mit diesem Wissen können differenzierte Pflegeplänen erstellt werden, die auf die Ansprüche der Spezialisten Rücksicht nehmen und ihre Bestände gezielt fördern.

Zu möglichen Massnahmen innerhalb solcher Pläne gehören zum Beispiel:

  • Jährlich 10 – 20 % der Riedvegetation stehen lassen, damit z.B. Larven und Eier von Insekten überwintern können und im Frühjahr noch Niststandorte vorhanden sind.
  • Optimieren des Grabenunterhalts, Eiablageplätze für Reptilien
  • Schaffen von Asthaufen
  • Späterer Schnittzeitpunkt des Schilfes damit auch Spätblüher versamen können
  • und viele mehr…

Weitere Informationen zur differenzierten Pflege gibt es bei BirdLife Schweiz in einer umfassenden Wissenssammlung.

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Unsere Projekte 

Schauen Sie sich alle unsere Projekte an und gewinnen Sie ein Einblick in unser Tun im Frauenwinkel.

Flachwasserzonen (2005-2006)

Im nördlichen Teil des Frauenwinkels, im sogenannten "Üsser Sack" wurde kurz vor dem 2. Weltkrieg Aushubmaterial vom Durchstichkanal auf Riedflächen deponiert. Auf einer solchen Deponiefläche realiisierte die Stiftung Frauenwinkel eine weitere Flachwasserzone. Dabei...

Seeuferrenaturierung (2012)

Die Schilfbestände wurden in den letzten Jahrzehnten massiv kleiner. Dabei ging ein wichtiger Lebensraum für die Schilfbewohner und eine Kinderstube für verschiedene Fischarten verloren. Ohne Schilf prallten die Wellen mit voller Kraft ans Ufer. Ist kein Schilfgürtel...

Seedamm Plaza (2012)

Sanierung Deponie Auf Grund der Masterplanverhandlungen musste das Seedamm Plaza den ökologischen Ausgleich gemäss Baubewilligung umsetzen. Die Stiftung Frauenwinkel übernahm diese Verpflichtung und verwandelte mit zusätzlichen Sponsorengeldern eine Deponie in eine...

Pfäffiker Ried I (2012 – 2013)

Zwei Bachrenaturierungen, eine Altlastensanierung, ein Riff als Wellenbrecher, ein neues Flachufer und ein Hechtengraben zeichnen das Vorzeigprojekt Pfäffiker Ried Teil 1 aus. In einem grossangelegten und sorgfältig geplanten Naturschutz-Projekt wurde das Pfäffiker...

Projekt Balkenmäher

Die Stiftung Frauenwinkel hat zusammen mit der Fachstelle «Natur und Landschaft» des Kanton Schwyz ein Projekt im Naturschutzgebiet Frauenwinkel ins Leben gerufen, um eine nachhaltigere Bewirtschaftung zu fördern. Zum Einsatz kommt ein insektenschonendes Frontmähwerk,...

Kiebitzförderung (2013 – heute)

Schweizweite Bestleitung im Kiebitzprojekt 2023 Dieses Jahr fanden etwas weniger Brutpaare den Weg ins Nuoler Ried und Frauenwinkel, von den Bruten überlebten allerdings überdurchschnittlich viele Jungvögel die schwierige Anfangsphase. Verglichen mit anderen Projekten...

Vernässung Üsser Sack (2022 – 2023)

Vernässung im Üsser Sack Die zunehmende Trockenheit während den Frühlings- und Sommermonaten setzt dem Flachmoor im Naturschutzgebiet Frauenwinkel zu. Die im Gebiet «Üsser Sack» lebenden Kiebitze leiden als Folge unter Nahrungsmangel. Mit einem Vernässungsprojekt...

Südostbahn SOB (2012)

SOB fördert Reptilien Ende der 90er-Jahre hat die Südostbahn (SOB) nachgefragt, welche Auflagen es bei einem Doppelspurausbau zu beachten gelte. Man einigte sich schnell drauf, die Verbreiterung des Trassees möglichst auf die dem Frauenwinkel abgewandte Seite zu...

Renaturierung Ried (2005-2006)

Westlich der frisch geschaffenen Flachwasserzone wurde ebenfalls in den 60er-Jahren Aushubmaterial geschüttet. Die Stiftung liess die Deponie im Winter 2005/2006  ausbaggern und umweltgerecht entsorgen. In wenigen Jahren hat sich hier wieder ein artenreiches Ried...

Kleinstrukturen (2010-2012)

Die wachsenden Besucherströme vom Pilgerweg und die zahlreichen Spaziergänger aus der Agglomeration suchen Erholung und möchten von der Natur auch etwas sehen, etwas erleben. Vieles ist aber weit entfernt vom Weg und nur mit Feldstecher oder Fernrohr zu...