Pfäffiker Ried I (2012 – 2013)

Zwei Bachrenaturierungen, eine Altlastensanierung, ein Riff als Wellenbrecher, ein neues Flachufer und ein Hechtengraben zeichnen das Vorzeigprojekt Pfäffiker Ried Teil 1 aus. In einem grossangelegten und sorgfältig geplanten Naturschutz-Projekt wurde das Pfäffiker Ried im Winter 2012 / 2013 aufgewertet. Während der Sarenbach neu der Seeforelle als natürlicher Laichplatz dient, bietet das Uferschilf zahlreichen Vögeln neuen Lebensraum.

Ökologisches Aufwertungsprojekt im «Frauenwinkel»

In einer knapp dreimonatigen Bauzeit konnte 2012/2013 in der Gemeinde Freienbach SZ ein Vorzeigeprojekt umgesetzt werden. Die breit abgestützte «Stiftung Frauenwinkel» hat als Bauherrin den Sarenbach renaturiert, den Jakoblibach ökologisch aufgewertet, eine Materialdeponie umweltgerecht entsorgt, das Flachufer wiederhergestellt und ein schützendes vorgelagertes Riff sowie einen Hechtgraben errichtet. 

Die breit abgestützte «Stiftung Frauenwinkel» kümmert sich seit 2001 intensiv um die Erhaltung und Aufwertung des einmaligen Naturschutzgebietes «Frauenwinkel» am Zürichsee. Nach verschiedenen bereits realisierten Projekten in den Bereichen «Inner Sack», «Üsser Sack», Rosshorn und Hurden konnte im Winter 2012/2013 das Grossprojekt «Pfäffiker Ried 1» realisiert werden.

Naturschutz und Hochwasserschutz

Der Sarenbach bringt bei starken Regenfällen schnell riesige Wassermassen. Dies war einst der Hauptgrund, den Sarenbach in Betonschalen zu legen. Mit der Renaturierung bekommt der Sarenbach wieder Platz und mit verschiedenen Begleitmassnahmen konnte der Hochwasserschutz stark verbessert werden. Auch bei der Aufwertung des Jakoblibaches wurde speziell darauf geachtet, dass der Abfluss aus dem Siedlungsgebiet verbessert werden konnte. Der Fischereiaufseher Josef Kälin war mit den ausgeführten Arbeiten sehr zufrieden.

Verlorenes Land kommt zurück

Der einst mächtige Schilfgürtel vor dem Pfäffiker Ried ist in den letzten Jahrzehnten verschwunden. Damit ging nicht nur ein wertvoller Lebensraum verloren, sondern auch ein wichtiger Erosionsschutz. Denn fehlt das schützende Wasserschilf, prallen die Wellen mit voller Wucht auf das Ufer und tragen dieses ab. 

In diesem Pilotprojekt hat nun die Stiftung Frauenwinkel ein neues Flachufer angelegt, somit wird wieder Land zurückgewonnen. Zum Schutz dieser neuen Flachufer wurden im See mit Steinen sogenannte Riffs geschüttet. Dort werden sich künftig die Sturmwellen überschlagen, die Zerstörungskraft verlieren und sanft ans Ufer rollen. Sobald die Tage etwas wärmer wurden, fanden die Schilfpflanzungen statt. Das Schilf breitete sich rasch aus und in kurzer Zeit entstand ein zusätzlicher, natürlicher Uferschutz und ein hochwertiger, artenreicher Lebensraum.

Laichräume für Fische

Während der Sarenbach künftig der Seeforelle als natürlicher Laichplatz dienen wird, ist die neue Seebucht als sogenannter Hechtgraben ausgerichtet und ermöglicht dem Hecht eine Naturverlaichung. 

Anfangs März konnte das Projekt von der Baukommission offiziell mängelfrei abgenommen werden: Die Nachbarn und die Vertreter der zuständigen Amtsstellen waren mit dem Projekt und der sorgfältigen Umsetzung sehr zufrieden. Seitens der Stiftung Frauenwinkel denkt man bereits an eine Fortsetzung, dafür braucht es aber noch einiges an zusätzlichen Finanzen.

Auf Unterstützung angewiesen

Obwohl die öffentliche Hand solche Projekte mit Subventionen unterstützt, blieb der «Stiftung Frauenwinkel» von den Gesamtkosten von einer knappen Million Franken noch ein grosser Anteil. Hier war die Stiftung dringend auf die Unterstützung von Sponsoren und Gönnern angewiesen. Grössere Beträge sind auf Wunsch namentlich auf der Sponsorentafel erwähnt. Für Gönnerinnen und Gönner organisierte die Stiftung eine unvergessliche Führung durch das Naturschutzgebiet Frauenwinkel.

Eröffnungsfeier 2015

Schilfpflanzungen

Gestaltung Flachufer

Revitalisierung Sarenbach

Ökologische Aufwertung Jakoblibach

Sanierung der Altlast

Spatenstich 2012

Vorarbeiten

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