Pilgerweg (2001)

Pilgerweg mit Sichtschutz

Kommt man von Rapperswil, wechselt der Wanderweg erst auf der Höhe des Restaurant Seefeld  unter der Südostbahn (SOB) auf die Seite des Frauenwinkels. Die Spaziergänger werden hinter einem Sichtschutz am Rande des Naturschutzgebietes zum Durchstichkanal gelenkt. Es ist mit flankierenden Massnahmen gelungen, die Leute zu kanalisieren und hinter dem Sichtschutzzaun werden die Tausenden von täglichen Besuchern von den sehr störungsempfindlichen Grossen Brachvögeln und Kiebitzen nicht wahrgenommen. Die Spaziergänger können deshalb die sehr seltenen Wat- und Zugvögel aus speziellen Sehschlitzen gut beobachten und erhalten Informationen über Ziel und Zweck des Zaunes sowie die wichtigsten Arten. Gleichzeitig ist damit auch das Problem von freilaufenden Hunden gelöst.

Pilgerweg

Am 6. April 2001 wird mit 841 m der längste Holzsteg der Schweiz der Öffentlichkeit übergeben. Dieses neue Wegstück des Jakobs-Pilgerweges (von Warschau nach Santiago de Compostela) und des Europäischen Fernwanderwegs Nr. E1 (von Mittelschweden bis nach Umbrien) zog Heerscharen von Leuten an – und alle wollten irgendwie von Rapperswil nach Pfäffikon oder umgekehrt.

Im Laufe der Masterplanung erarbeitete man eine umfassende Besucherlenkung. Dazu gehörten folgende Elemente: Information, physische  Lenkungsmassnahmen, Schwerpunkte setzen sowohl für Natur wie auch für die Menschen und gesetzlicher Schutz. Nach diesem Konzept wurden die noch fehlenden Teilstücke auf Gemeindegebiet Freienbach umgesetzt.

Umgehung von Hurden

Die Heerscharen von Spaziergänger, Pilger und Wanderer überschwemmten das kleine Dörfchen Hurden. Es fehlten in diesem Abschnitt auch sanitäre Einrichtungen und Sitzgelegenheiten. Ein neuer, rohlstuhlgängiger, interessanter und abwechslungsreicher Spazierweg lenkt die Massen am Dörfchen Hurden vorbei und entlastet massiv.

Begegnungsplatz

Der neue Weg führt nach der Überquerung der Seedammstrasse durch ein Wäldchen zu einem neuen Begegnungsplatz. Auf diesem naturnahen Erlebnis-Rastplatz können Schulklassen, Vereine und Familien sich aus dem Rucksack verpflegen. Es steht auch gratis Holz zum Grillieren bereit. Kinder können hier spielen, sich verweilen und auch Libellen, Kaulquappen und Wasserfrösche beobachten. Ein rollstuhlgängiges WC rundet das Angebot ab.

Seezugang

Anstelle einer wilden Badestelle mit Hunderten von Badegästen an einem schönen Sommertag, werden die Badegäste in eine der modernen, naturnahen, öffentlichen Seebadeanstalten in der Gemeinde gewiesen. Stille Geniessser der Seenlandschaft können sich auf einem, durch eine Lagune abgegrenzten, Seezugang verweilen. Die ehemalige Badewiese wird langsam in eine Naturschutzparzelle zurückgeführt. Ein unter dem Wasserspiegel geschütteter Wellenbrecher bricht die Erosionskraft und schützt das frisch renaturierte Flachufer, an dem sich wieder ein Schilfsaum ausbreitet. Auch nach der Realisierung des Pilgerweges unterstützt die Gemeinde Freienbach die Stiftung Frauenwinkel und die Bestrebungen diesen natur- und landschaftschützerischen Hotspot zu erhalten und aufzuwerten.

Eine Win-Win-Situation für Besucher und Frauenwinkel!

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Unsere Projekte 

Schauen Sie sich alle unsere Projekte an und gewinnen Sie ein Einblick in unser Tun im Frauenwinkel.

Kleinstrukturen (2010-2012)

Die wachsenden Besucherströme vom Pilgerweg und die zahlreichen Spaziergänger aus der Agglomeration suchen Erholung und möchten von der Natur auch etwas sehen, etwas erleben. Vieles ist aber weit entfernt vom Weg und nur mit Feldstecher oder Fernrohr zu...

Kanton Schwyz (2003-2006)

Auf Grund der Masterplanverhandlung hat sich der Kanton Schwyz verpflichtet, folgende Projekte umzusetzen: Neue Schutzverordnung Die Schutzverordnung wurde gemäss Masterplan erneuert. Mit Informationstafeln werden Besucher auf die Schönheiten, Besonderheiten und die...

Seeuferrenaturierung (2012)

Die Schilfbestände wurden in den letzten Jahrzehnten massiv kleiner. Dabei ging ein wichtiger Lebensraum für die Schilfbewohner und eine Kinderstube für verschiedene Fischarten verloren. Ohne Schilf prallten die Wellen mit voller Kraft ans Ufer. Ist kein Schilfgürtel...

Südostbahn SOB (2012)

SOB fördert Reptilien Ende der 90er-Jahre hat die Südostbahn (SOB) nachgefragt, welche Auflagen es bei einem Doppelspurausbau zu beachten gelte. Man einigte sich schnell drauf, die Verbreiterung des Trassees möglichst auf die dem Frauenwinkel abgewandte Seite zu...

Flachwasserzonen (2005-2006)

Im nördlichen Teil des Frauenwinkels, im sogenannten "Üsser Sack" wurde kurz vor dem 2. Weltkrieg Aushubmaterial vom Durchstichkanal auf Riedflächen deponiert. Auf einer solchen Deponiefläche realiisierte die Stiftung Frauenwinkel eine weitere Flachwasserzone. Dabei...

Bestandesaufnahmen (seit 2007)

Bestandesaufnahmen der Tier- und Pflanzenwelt Verschiedene Tiere und Pflanzen haben auch unterschiedliche Ansprüche. Die Stiftung Frauenwinkel nimmt die nationale Verantwortung für die seltenen Lebewesen war. Für einen sinnvollen Artenschutz muss man wissen, wo was...

Arbeitseinsätze (2011-heute)

Die Flachmoore im Frauenwinkel müssen regelmässig gepflegt werden. Mit den Pflegearbeiten wird der Schilfgürtel geschützt, der für viele Fisch- und Vögelarten als Brutstätte gilt. Durch die Neophytenbekämpfung werden gebietsfreme Pflanzenarten zurückgedrängt und damit...

Seedamm Plaza (2012)

Sanierung Deponie Auf Grund der Masterplanverhandlungen musste das Seedamm Plaza den ökologischen Ausgleich gemäss Baubewilligung umsetzen. Die Stiftung Frauenwinkel übernahm diese Verpflichtung und verwandelte mit zusätzlichen Sponsorengeldern eine Deponie in eine...

Pfäffiker Ried II (2016 – 2017)

In einem umfassenden Naturschutzprojekt wurde das Pfäffiker Ried im Winter 2016/2017 aufgewertet. Neu geschaffene Flachufer und ein geschüttetes Steinriff im See als Wellenbrecher fördern das Schilfwachstum. Der Riethofbach fliesst nicht mehr eingezwängt im einem...

Besucherlenkung und Information

Das Naturschutzgebiet Frauenwinkel liegt zwischen den zwei Ballungszentren Rapperswil SG und Pfäffikon SZ. Zahlreiche Erholungssuchende sorgen für Besucherströme, welche sorgfältig gelenkt werden. Die Störungen werden sonst zu gross und das Naturschutzgebiet büsst...