Wir feiern ein Viertel Jahrhundert Stiftung Frauenwinkel

Vor 26 Jahren hat der damalige Regierungsrat Dr. Friedrich Huwyler empfohlen, für das grösste und wertvollste Naturschutzgebiet am Zürich- und Obersee, eine Stiftung zu gründen. Ein Jahr später war es bereits soweit und heute ist diese Stiftung ein Vierteljahrhundert alt. Sicherlich ein passender Augenblick, um einerseits zurückzublicken, was die Stiftung alles erreicht hat. Andererseits gilt es aber auch in die Zukunft zu schauen, was noch alles vor uns liegt.

In der Vorbereitungszeit zur Stiftungsgründung war klar, dass es eine neue, breit abgestützte Organisation werden soll. Seit Beginn waren die Schutzorganisationen, die Bauernvereinigung, die Wirtschaft, die Standortgemeinde Freienbach, der Forst, das Kloster Einsiedeln und weitere Fachpersonen im Stiftungsrat vertreten. Der Stiftungsrat möchte der Stiftung und der Öffentlichkeit zu diesem feierlichen Anlass ein Geschenk machen: Ein Buch soll von den Anfängen, über die nähere Geschichte und die Aktualität berichten und bis in die Zukunft Ausschau halten.

Auf 60 Seiten werden verschiedene Highlights beschrieben und mit zahlreichen Bildern erläutert. Nachfolgend seien einige Themen angeschnitten. Doch richtig informieren kann dann nur das Buch, welches ab anfangs November in den Verkauf kommt. Bereits heute kann man sich ein Exemplar zum Subskriptionspreis sichern.

Vor circa 5’000 Jahren

Die Geschichte beginnt mit der ersten Besiedlung der Gegend durch Pfahlbauer. Heute noch findet man Beweisstücke, dass sie einmal hier gelebt haben. Heute gehört der Frauenwinkel in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine Infotafel anfangs Hurden informiert die interessierten Spaziergänger.

Vor über 1’000 Jahren

Kaiser Otto I. der Grosse hat am 23. Januar 965 die Insel Ufnau und zusätzliche Ländereien dem Kloster Einsiedeln geschenkt. Ein Scan der Stiftungsurkunde und einer alten Karte sind im Jubiläumsbuch abgebildet und werden erläutert.

Regierungsgrat Friedrich Huwyler

Um die 20. Jahrhundertwende hing der Haussegen zwischen Kanton Schwyz, Landwirtschaft, Gemeinde Freienbach, Korporation Pfäffikon, Kloster Einsiedeln, SEEDAMM PLAZA, der SOB und den Schutzorganisationen schief. Daraufhin lud Regierungsrat Huwyler alle zum Gespräch ein und nach intensiven Verhandlungen wurden alle Probleme gelöst. Huwyler riet zur Gründung einer Stiftung und darf somit als Stiftungsvater bezeichnet werden.

Erste Projekte der Stiftung

Vis à vis des SEEDAMM PLAZA’s auf der andern Seite des SOB-Gleises weiden heute Schottische Hochlandrinder. Das wurde erst möglich, nachdem die Stiftung eine Deponie zurückgebaut und eine neue Teichlandschaft geschaffen hatte. Dass genau an dieser Stelle einst ein ganzes Quartier mit Laden und Kindergarten geplant war, zeigt ein Plan im Jubiläumsbuch. Zahlreiche grössere Bauvorhaben im Frauenwinkel konnten aufgrund des nationalen Interesses am Naturschutz nicht realisiert werden.

«Bagger Ahoi»

So hiess die Schlagzeile zu diesem Bild im Tages-Anzeiger. Die beiden Grossprojekte «Pfäffiker Ried 1 und Pfäffiker Ried 2» der Stiftung Frauenwinkel werden von den Ursachen über den Bau bis und mit Erfolgskontrolle ausführlich beschrieben.

Wer profitiert?

Im Naturschutzgebiet Frauenwinkel gibt es zahlreiche seltene und bedrohte Pflanzen, Vögel, Tagfalter, Libellen, Amphibien und Reptilien. Die Stiftung setzt sich für die Erhaltung und Aufwertung ihrer Lebensräume ein. Das wohl bekannteste Projekt ist die Kiebitzförderung. Weshalb geht es dem Kiebitz schlecht, wie kann man ihm helfen? Im Jubiläumsbuch steht’s!

Neues Mähwerk schont die Insekten

Beim Mähen wird nicht nur Gras geschnitten, sondern auch ein beachtlicher Anteil der Insekten vernichtet. Die Stiftung Frauenwinkel hat zusammen mit Landwirten und einer Landmaschinenfirma ein Mähwerk entwikkelt, das sehr insektenschonend ist. Wie das funktioniert – das steht im Jubiläumsbuch.

Wie geht es weiter?

Der Stiftung Frauenwinkel wird die Arbeit nicht ausgehen, gibt es doch noch einiges das gelöst und verbessert werden muss wie zum Beispiel der Hüöblibach mitten im Naturschutzgebiet und vieles mehr.

Buchbestellung

Sichern Sie sich das Jubiläumsbuch «25 Jahre Stiftung Frauenwinkel» zum günstigen Subskriptionspreis, bevor es anfangs November 2026 in den Handel kommt:

Grösse: A4
Umschlag: Festeinband
Herausgeber: Stiftung Frauenwinkel
Autoren: Res Knobel, Christa Glauser
Druck: Gutenberg Druck AG
Normalpreis: CHF 32.50
Subskriptionspreis: CHF 27.50

Bestellen Sie das Jubiläumsbuch «25 Jahre Stiftung Frauenwinkel» hier:

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Unsere Projekte 

Schauen Sie sich alle unsere Projekte an und gewinnen Sie ein Einblick in unser Tun im Frauenwinkel.

Besucherlenkung und Information

Das Naturschutzgebiet Frauenwinkel liegt zwischen den zwei Ballungszentren Rapperswil SG und Pfäffikon SZ. Zahlreiche Erholungssuchende sorgen für Besucherströme, welche sorgfältig gelenkt werden. Die Störungen werden sonst zu gross und das Naturschutzgebiet büsst...

Erfolgskontrolle Pfäffiker Ried I + II (2016 – 2022)

Die Aufwertungen im Pfäffikerried I (2012/2013) und II (2016/2017) wurden erfolgreich durchgeführt. Drei Bäche wurden revitalisiert, Flachufer wurden neu geschaffen, Steinriffe als Wellenbrecher geschüttet, eine Altlastensanierung durchgeführt, ein Regenklärbecken...

Kiebitzförderung (2013 – heute)

Der Kiebitz zählt zu den stark gefährdeten Brutvögeln der Schweiz. Als Bodenbrüter ist er auf offene, feuchte Flächen mit niedriger Vegetation und reichhaltigem Nahrungsangebot angewiesen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, den Verlust geeigneter Lebensräume...

Südostbahn SOB (2012)

SOB fördert Reptilien Ende der 90er-Jahre hat die Südostbahn (SOB) nachgefragt, welche Auflagen es bei einem Doppelspurausbau zu beachten gelte. Man einigte sich schnell drauf, die Verbreiterung des Trassees möglichst auf die dem Frauenwinkel abgewandte Seite zu...

Pfäffiker Ried I (2012 – 2013)

Zwei Bachrenaturierungen, eine Altlastensanierung, ein Riff als Wellenbrecher, ein neues Flachufer und ein Hechtengraben zeichnen das Vorzeigprojekt Pfäffiker Ried Teil 1 aus. In einem grossangelegten und sorgfältig geplanten Naturschutz-Projekt wurde das Pfäffiker...

Renaturierung Ried (2005-2006)

Westlich der frisch geschaffenen Flachwasserzone wurde ebenfalls in den 60er-Jahren Aushubmaterial geschüttet. Die Stiftung liess die Deponie im Winter 2005/2006  ausbaggern und umweltgerecht entsorgen. In wenigen Jahren hat sich hier wieder ein artenreiches Ried...

Magerwiesen (2012)

Bei einer intensiv bewirtschafteten Parzelle am Rande des Pilgerweges liess die Stiftung Frauenwinkel die nährsoffreiche Humusschicht abtragen und eine artenreiche Blumenwiese ansäen. Am westlichen Rand der Wiese wurden mehrere Teiche erstellt. Magerwiesen wachsen auf...

Kleinstrukturen (2010-2012)

Die wachsenden Besucherströme vom Pilgerweg und die zahlreichen Spaziergänger aus der Agglomeration suchen Erholung und möchten von der Natur auch etwas sehen, etwas erleben. Vieles ist aber weit entfernt vom Weg und nur mit Feldstecher oder Fernrohr zu...

Kanton Schwyz (2003-2006)

Auf Grund der Masterplanverhandlung hat sich der Kanton Schwyz verpflichtet, folgende Projekte umzusetzen: Neue Schutzverordnung Die Schutzverordnung wurde gemäss Masterplan erneuert. Mit Informationstafeln werden Besucher auf die Schönheiten, Besonderheiten und die...

Pfäffiker Ried II (2016 – 2017)

In einem umfassenden Naturschutzprojekt wurde das Pfäffiker Ried im Winter 2016/2017 aufgewertet. Neu geschaffene Flachufer und ein geschüttetes Steinriff im See als Wellenbrecher fördern das Schilfwachstum. Der Riethofbach fliesst nicht mehr eingezwängt im einem...