Ökologische Aufwertung im Rosshorn

Mehr Licht und Lebensraum im Frauenwinkel

Im nördlichen Teil des Naturschutzgebiets Frauenwinkel hat die Stiftung Frauenwinkel im Frühjahr 2026 umfangreiche Massnahmen zur Förderung der Biodiversität erfolgreich umgesetzt. Im Fokus des Projekts im Gebiet Rosshorn standen die Auflichtung der Gehölze, die Bekämpfung invasiver Pflanzen sowie die Beseitigung einer alten Bauruine.

Das Gebiet Rosshorn in der Gemeinde Freienbach ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung und kantonales Naturschutzgebiet. Zunehmender Druck durch invasive Pflanzenarten und eine Verdichtung des Baumbestandes im Rosshorn beeinträchtigten die natürliche Vielfalt in diesem Moor. Daher erarbeitete die Stiftung Frauenwinkel ein umfassendes Aufwertungsprojekt, um die ökologische Qualität des Standorts langfristig zu sichern. Die Arbeiten wurden im Frühjahr 2026 umgesetzt.

Kampf den Neophyten: Neue Gewässer gegen die Brombeere

Ein zentrales Problem war die Ausbreitung der Armenischen Brombeere, die weite Teile des Gehölzes im Rosshorn bis in fünf Meter Höhe überwucherte und die einheimische Flora verdrängte. Ein einfacher Rückschnitt genügte hier nicht.

  • Die Brombeerbestände wurden mechanisch entfernt und das durchwurzelte Erdreich oberflächlich abgetragen und fachgerecht entsorgt.
  • An mehreren Stellen wurden Kleingewässer angelegt. Sie dienen als natürliche Barriere gegen ein erneutes Einwachsen der Brombeeren.
  • Die Gewässer bieten wertvollen Lebensraum für Amphibien, Reptilien und Libellen. Ergänzt werden sie durch Kleinstrukturen wie Asthaufen und Wurzelstöcke, die Kleintieren Schutz vor Fressfeinden bieten.

Mehr Licht für Eichen und Vögel

Die kleineren Gehölze im Rosshorn waren durch eine dichte Bestockung geprägt, die wenig Licht bis zum Boden vordringen liess. Gezielte Auflichtungen führten zu bessere Bedingungen für lichtliebende Pflanzen und Tiere.

  • Wertvolle Einzelbäume wie Eichen wurden von konkurrierenden Bäumen freigestellt. Sie können sich nun zu grosskronigen, alten Bäumen entwickeln.
  • Zudem wurde das Gehölz mit einem Gürtel aus einheimischen, beerentragenden Sträuchern bepflanzt, um das Nahrungsangebot für die Tierwelt zu verbessern.

Altlasten beseitigt: Rückbau der Bauruine

Parallel zu den ökologischen Arbeiten wurde im Rosshorn eine historische Altlast bereinigt. Die zerfallenen Überreste eines Ferienhäusschens aus den 1940er-Jahren (inklusive alten Maschendrahtzäunen und Eternitplatten) wurden vollständig rückgebaut.

Nach der fachgerechten Entsorgung des schadstoffhaltigen Materials wurde die Fläche mit ortseigenem Material aufgefüllt. Bodenanalysen bestätigen bereits: Es gibt keine Schadstoffrückstände, die Fläche ist wieder vollkommen im natürlichen Kreislauf integriert.

Pflege und Erfolgskontrolle

In den kommenden Jahren wird die Stiftung Frauenwinkel eine intensive Nachpflege der Flächen sicherstellen, insbesondere, um ein erneutes Aufkommen von Neophyten zu unterbinden. Eine umfassende Erfolgskontrolle ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

Hintergrund & Projektpartner

  • Projektleitung: Stiftung Frauenwinkel
  • Bauleitung: Büro für ökologische Optimierungen GmbH
  • Partner: Enge Abstimmung mit dem kantonalen Amt für Wald und Natur; Forstarbeiten unter Leitung des Revierförsters.
  • Finanzierung: Amt für Wald und Natur, Gemeinde Freienbach sowie Spendengelder der Stiftung Frauenwinkel.

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