Vielseitige Exkursionen

01.06.25 | Aktuelles

Im Mai durften 5 Schulklassen der Gemeinde Freienbach an geführten Exkursionen im Frauenwinkel teilnehmen und das Naturschutzgebiet direkt vor ihrer Haustüre genauer kennenlernen. Mit grossem Interesse wurde beobachtet, gestaunt, erkundet und diskutiert.

«Wärum heisst das Naturschutzgebiet Frauewinkel?», lautete eine der vielen Fragen, die ich auf den 5 Exkursionen zum Naturschutzgebiet Frauenwinkel im vergangenen Mai beantworten durfte. Die Öffentlichkeitsarbeit in Form von Exkursionen für Gross und Klein ist ein fester Bestandteil der Stiftung Frauenwinkel. Die Schülerinnen und Schüler der 5. Primarstufe in der Gemeinde Freienbach behandeln das Thema Frauenwinkel auch in der Schule. Mit einer Exkursion vor Ort durfte ich ihnen das einzigartige Naturschutzgebiet direkt vor ihrer Haustüre noch näher bringen.

Viele Themen, viele Fragen

Während der zweistündigen Exkursion entlang des Kanalwegs diskutierten wir gemeinsam über die geltenden Regeln in Naturschutzgebieten, die Eigenschaften von Mooren und die notwendigen Pflegemassnahmen. Mit Feldstechern ausgerüstet
erkundeten wir die Tier- und Pflanzenwelt und entdeckten zahlreiche Arten wie die gelb und blau leuchtenden Schwertlilien, Schilf, Graureiher, Kormorane und viele mehr. Die Schottischen Hochlandrinder im Naturschutzgebiet zogen besonders viele
Blicke auf sich, warfen aber auch Fragen auf. «Sind die Schottische Hochlandrinder au gschützt?» oder «Wieso sind da nur zwei Rinder uf de Weid?», fragten zwei interessierte Schülerinnen.

Die Laune der Natur

Jede Exkursion hatte ihre eigenen Highlights, lebte von der Laune der Natur und den vielen Inputs und Fragen der Teilnehmenden. Einmal sang der auf einen intakten Schilfgürtel angewiesene Drosselrohrsänger extra für uns, als wir über ihn sprachen. Ein anderes Mal stolzierte ein Kiebitz über die an das Flachmoor angrenzenden, gemähten Felder und liess sich mit dem grossen Fernrohr einfangen und bestaunen.

Selbsterkunden macht Spass

Zum Abschluss der Exkursion durften die Kinder selbst aktiv werden und verschiedene Lebewesen in den von der Stiftung
angelegten Teichen beobachten. Viele Tiere haben sie zuvor noch nie gesehen, darunter auch die im Wasser lebenden Libellenlarven, die sich in den Becherlupen bestens beobachten liessen. Mich beeindruckte das grosse Interesse der Schülerinnen und Schüler an den unterschiedlichsten Lebewesen und würde mich freuen, wenn sie ihr erlangtes Wissen und ihre Begeisterung bei einem nächsten Besuch des Frauenwinkels weitergeben.

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