Bewirtschaftung der Uferparzellen

20.11.24 | Aktuelles

Im Oktober dieses Jahres wurden während 4 Einsatztagen Pflegemassnahmen auf den Uferparzellen des Naturschutzgebietes Frauenwinkel durchgeführt. Die Einsätze entlang der Uferlinie fanden in den Teilgebieten Pfäffiker Ried (Hechtgraben), Inner und Üsser Sack wie auch beim Rosshorn statt. Ende November folgt noch ein fünfter Einsatz.

Schilfgürtel im Uferbereich von Seen sind von hohem ökologischem Wert. Insbesondere Vögel sind auf das Schilf als Lebensraum angewiesen. Im Frauenwinkel brüten unter anderem Teichhühner, diverse Entenarten, Rohrammer, Teichrohrsänger und Sumpfrohrsänger. Ein intakter Schilfgürtel bietet ihnen Schutz vor Fressfeinden sowie Raum für die Nester und die Aufzucht der Jungen.

Der Teichrohrsänger gehört zu den typischen Schilfbewohnern und hängt sein Nest an dessen Halmen auf. Bild: avi-fauna.info

Während die Landwirte grössere Flächen im Naturschutzgebiet Frauenwinkel mähen, bleiben Randflächen entlang des Seeufers oft ungepflegt. Als Pflege und für den Erhalt des Schilfröhrichts wurde deshalb das Schilf wie auch aufkommende Gehölze zurückgeschnitten. Diese Pflegemassnahmen sind notwendig, um der Verbuschung und dem damit einhergehenden Verlust des typischen Schilflebensraums am Seeufer entgegenzuwirken. Damit keine brütenden Vögel gestört werden, werden die Pflegearbeiten jeweils erst im Herbst durchgeführt.

Als Pflegemassnahme für das ökologisch wertvolle Schilfröhricht wurde das Schilf auch diesen Herbst wieder zurückgeschnitten.

Das Amt für Wald und Natur des Kanton Schwyz hat die Stiftung Frauenwinkel mit den Pflegemassnahmen beauftragt und kommt für die Kosten auf. Umgesetzt wird der Schilfschnitt und weitere Pflegemassnahmen mit Zivildienstleistenden der Stiftung Frauenwinkel. Über einen Beitrag würden wir uns sehr freuen, denn mit zusätzlicher Unterstützung können die Pflegemassnahmen auf weitere Flächen im Uferbereich des Naturschutzgebiets ausgedehnt werden. Herzlichen Dank!

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