Arbeitseinsatz 2017

Arbeitseinsätze 2017: Gemeinsam anpacken lohnt sich

Grossflächig werden die Schwyzer Naturschutzgebiete durch die Landwirte gepflegt, welche gemäss Bewirtschaftungsverträgen für diese Aufwände entschädigt werden. Diese Verträge decken aber nicht das gesamte Schutzgebiet ab. Deshalb sind Spezialeinsätze notwendig. Regelmässig leisten Kantischüler, der Lions-Club Schwyz, der WWF Schwyz und die Stiftung Frauenwinkel Hunderte von Arbeitsstunden.


Die heute noch vorhanden grossflächigen Riedwiesen in den Naturschutzgebieten Frauenwinkel und Nuoler Ried sind das Resultat einer traditionellen Bewirtschaftung.

Damit diese Riedflächen sich nicht zu Wald zurückentwicklen, müssen sie einmal jährlich geschnitten werden.

Auch das Ufer braucht Pflege

Die landwirtschaftlich genutzten Parzellen enden meist kurz vor dem Ufer und dann folgt bis zum See sogenanntes Niemandsland. Dieser Schilfgürtel ist der Lebensraum für seltene Schilfbrüter und Kinderstube für die Fische. Ein gesunder Schilfgürtel schützt das dahinter liegende Land vor dem Wellenschlag und sorgt dafür, dass sich der See nicht ständig landeinwärts frisst.


Die speziellen Pflegeeinsätze im Frühling kommen vorallem diesem arg bedrohten Schilfgürtel zugute.

Gemeinsam mit dem Kanton werden die Arbeiten vor Ort angeschaut und besprochen.

Gebüsch schadet dem Schilf

Im maschinell nicht bewirtschaftbaren Uferstreifen kommen sehr schnell Sträucher auf und überragen das Schilf. Dieser erträgt Schattenwurf schlecht. Deshalb müssen die aufkommenden Sträucher am Ufer geschnitten werden. In einem kantonalen Leistungsauftrag organisiert die Stiftung Frauenwinkel die Arbeitseinsätze, sowie die notwendigen Vor- und Nacharbeiten.


Bereits drei Wochen früher waren Zivildienstleistende am Holzen...

...und ein nachfolgender Kleinbagger hat die Wurzelstöcke ausgerissen und somit müssen nächstes Jahr nicht erneut Stockausschläge bekämpft werden.

LIONS CLUB Schwyz hilft

Bereits traditionell ist die Unterstützung durch Mitglieder des Lions Club Schwyz. Mit Partnerin, Sohn, Schwiegertochter und Enkelkinder wird zusammen mit Freiwlligen des WWF Schwyz am Samstag für den Naturschutz gearbeitet.


Bruno Egli meint dazu: «Einmal im Jahr mit einem eigenen Körpereinsatz eine gute Tat zu vollbringen und anschliessend noch gemütlich zusammenzusitzen, finde ich eine tolle Sache und da mache ich auch gerne mit».

Kantischüler am Mittwoch

Seit vielen Jahren packen auch Kantonsschüler kräftig an. Wenn an der Kantonsschule die künftigen Kantischüler ihre Aufnahmeprüfungen schreiben, leisten die älteren Kantischüler einen Arbeitseinsatz. Vorbereitet werden die Einsätze von der Festlegung des Arbeitsorts über Leitung, Betreuung, Verpflegung, Werkzeug bis hin zum ToiToi durch die Geschäftsstelle der Stiftung Frauenwinkel. Vor Ort arbeiten die Schüler an verschiedenen Stellen in Gruppen zusammen mit ihren Lehrpersonen und den Zivildienstleistenden der Stiftung.


Die einen Kantischüler trugen das geschnittene Holz durch das nasse Ried zum Häcksler und die anderen zogen Schwemmholz und Abfall aus dem Schilfgürtel. Während der Abfall für die Tiere ein Gefahr bedeutet, würde das Schwemmholz während den Folgemonaten riesige Löcher in den Schilfgürtel fressen.

Kollegischüler am Donnerstag

Zu Fuss oder per Fahrrad kamen die Kantonsschüler von Nuolen morgens zur Arbeit. Auch im Nuoler Ried galt der Einsatz dem Schwemmholz und dem Ufergehölz. Eine Gruppe arbeitete am «Russen-Teich». Dieser wurde im Jubilläumsjahr der Eidgenossenschaft durch russische Jugendliche in einem CH91-Projekt geschaufelt. Mehr als 20 Jahre später ist dieser Teich verlandet und bereits mit Büschen überwachsen. Dank dem Schülereinsatz und dem anschliessend eingesetzten Bagger kann diese für Kiebitze und Brachvögel so wertvolle Flachwasserzone wieder ihre «historische» Funktion erfüllen.


Sebastian Tiefenauer von der Geschäftsstelle der Stiftung Frauenwinkel: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat und der Zusammenarbeit...

...Gesamthaft wurden mehr als 1500 Arbeitsstunden geleistet. Ohne diese regelmässigen Arbeitseinsätze wären die beiden Schutzgebiete in einem viel schlechteren Zustand».

 

 

 


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