Pfäffiker Ried I - Renaturierungsprojekt im Frauenwinkel

Pfäffiker Ried I

Spatenstich 2012

Vorarbeiten

Revitalisierung Sarenbach

Ökologische Aufwertung Jakoblibach

Sanierung der Altlast

Riffschüttung

Gestaltung Flachufer

Schilfpflanzungen

Eröffnungsfeier 2015

                        

Ökologisches Aufwertungsprojekt im «Frauenwinkel»

In einer knapp dreimonatigen Bauzeit konnte 2012/2013 in der Gemeinde Freienbach SZ ein Vorzeigeprojekt umgesetzt werden. Die breit abgestützte Stiftung Frauenwinkel hat als Bauherrin den Sarenbach renaturiert, den Jakoblibach ökologisch aufgewertet, eine Materialdeponie umweltgerecht entsorgt, das Flachufer wiederhergestellt und ein schützendes vorgelagertes Riff sowie einen Hechtgraben errichtet. 


Die breit abgestützte «Stiftung Frauenwinkel» kümmert sich seit 10 Jahren intensiv um die Erhaltung und Aufwertung des einmaligen und Naturschutzgebietes «Frauenwinkel» am Zürichsee. Nach verschiedenen bereits realisierten Projekten in den Bereich «Inner Sack», «Üsser Sack», Rosshorn und Hurden konnte im Winter 2012/2013 das Grossprojekt «Pfäffiker Ried» realisiert werden.

 

Naturschutz und Hochwasserschutz

Der Sarenbach bringt bei starken Regenfällen schnell riesige Wassermassen. Dies war einst der Hauptgrund, den Sarenbach in Betonschalen zu legen. Mit der Renaturierung bekommt der Sarenbach wieder Platz und mit verschiedenen Begleitmassnahmen konnte der Hochwasserschutz stark verbessert werden. Auch bei der Aufwertung des Jakoblibaches wurde speziell darauf geachtet, dass der Abfluss aus dem Siedlungsgebiet verbessert werden konnte. Der Fischereiaufseher Josef Kälin war mit den ausgeführten Arbeiten sehr zufrieden.


Verlorenes Land kommt zurück

Der einst mächtige Schilfgürtel vor dem Pfäffiker Ried ist in den letzten Jahrzehnten verschwunden. Damit ging nicht nur ein wertvoller Lebensraum verloren, sondern auch ein wichtiger Erosionsschutz. Denn fehlt das schützende Wasserschilf, prallen die Wellen mit voller Wucht auf das Ufer und tragen dieses ab. 

In diesem Pilotprojekt hat nun die Stiftung Frauenwinkel ein neues Flachufer angelegt, somit wird wieder Land zurückgewonnen. Zum Schutz dieser neuen Flachufer wurden im See mit Steinen sogenannte Riffs geschüttet. Dort werden sich künftig die Sturmwellen überschlagen, die Zerstörungskraft verlieren und sanft ans Ufer rollen. Sobald die Tage etwas wärmer werden wird noch Schilf angepflanzt, welches sich bald ausbreiten wird. Somit entsteht in kurzer Zeit ein zusätzlicher, natürlicher Uferschutz und ein hochwertiger, artenreicher Lebensraum.


Laichräume für Fische

Während der Sarenbach künftig der Seeforelle als natürlicher Laichplatz dienen wird, ist die neue Seebucht als sogenannter Hechtgraben ausgerichtet und ermöglicht dem Hecht eine Naturverlaichung. 

Anfangs März konnte das Projekt von der Baukommission offiziell mängelfrei abgenommen werden: Die Nachbarn und die Vertreter der zuständigen Amtsstellen waren mit dem Projekt und der sorgfältigen Umsetzung sehr zufrieden. Seitens der Stiftung Frauenwinkel denkt man bereits an eine Fortsetzung, dafür braucht es aber noch einiges an zusätzlichen Finanzen.

 


Auf Unterstützung angewiesen

Obwohl die öffentliche Hand solche Projekte mit Subventionen unterstützt, bleiben der «Stiftung Frauenwinkel» von den Gesamtkosten von einer knappen Million Franken noch ein grosser Anteil. Hier ist die Stiftung dringend auf die Unterstützung von Sponsoren und Gönnern angewiesen. Res Knobel, der Geschäftsführer der Stiftung meint dazu: «Wir geben gerne nähere Auskunft, erwähnen grössere Beiträge namentlich auf einer Sponsorentafel und bieten Gönnern auch eine unvergessliche Führung durch das Naturschutzgebiet Frauenwinkel an (www.frauenwinkel.ch)». Wenn alles planmässig läuft, werden im Herbst die Bagger auffahren. Die eigentlichen Bauarbeiten sollten noch im alten Jahr abgeschlossen werden und nach der Schilfpflanzung und Ansaat sollte das gesamte Projekt termingerecht zur Eröffnung des ARA-Erweiterungsbaus im Frühsommer 2013 fertig sein.

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