Stiftung Frauenwinkel

Einmalige Tier- und Pflanzenwelt

Lebensraum Ried

Ausgedehnt und landschaftsprägend sind die Schilf- und Seebinsenröhrichte sowohl entlang der Uferlinie wie auch in den seichten Seebereichen zwischen dem Damm und den beiden Inseln. Die landwärts hinter dem Röhricht anschliessenden Grossseggengürtel zeichnen sich durch die Gedrängtährige Segge Carex paradoxa aus. Ein derart grossflächiges Vorkommen dieses Grossseggenriedes ist für die Schweiz einmalig. Speziell zu erwähnen sind auch die schönen Zwischenmoorflächen mit verschiedenen Torfmoosen.

Im Naturschutzgebiet wurden in den von 2006 bis 2010 achtundzwanzig verschiedene Libellenarten kartiert.  Darunter seltene Arten aus der roten Liste wie zum Beispiel die Sumpf-Heide-Libelle, der Östliche Blaupfeil und die Schwarze Heidelibelle. Mit gezielten Unterhaltsmassnahmen und Schaffung von neuen Teichen sollen diese Raritäten speziell gefördert werden.


Die Streuewiesen sind sehr vielfältig und reichen von prächtigen Kleinseggenrieden über Pfeifengraswiesen mit Sibirischer Schwertlilie (Iris sibirica) bis zu unterschiedlich zusammengesetzten Hochstaudenfluren.

Hier im Frauenwinkel war der letzte erfolgreiche Brutplatz des Grossen Brachvogels in der Schweiz. Es bestehen berechtigte Hoffnungen, dass es in den nächsten Jahren wieder zu Bruterfolgen im Frauenwinkel kommen kann.

Schwarze Heidelibelle

Baldrian-Scheckenfalter © Goran Dusej

Von mitteleuropäischer Bedeutung sind die Moore um den oberen Zürichsee aber auch für die Feuchtgebiets-Schmetterlinge, insbesondere für die Moorbläulinge wie den Grossen Moorbläuling. © Goran Dusej

Lungenenzian mit Ei vom Kleinen Moorbläuling

Langspornige Handwurz (Orchidee)

Weisse Sumpfwurz (Epipactis palustris)

Der Frauenwinkel ist ein wichtiger Brutplatz für die Kiebitze. Dieser sehr seltene Bodenbrüter braucht störungsfreie, weite offene Riedflächen. Noch gibt es jährlich einige Kiebitze, die hier erfolgreich brüten (Ausnahme 2011 starkes Unwetter).
Spenden Pressespiegel